Der kleine Laden der einsamen Herzen

Deutscher Titel: Der kleine Laden der einsamen Herzen
Originaltitel: The Little Bookshop of Lonely Hearts
Autor: Annie Darling
Verlag: Penguin
Genre: (Liebes-) Roman
Erschienen am: 09.05.2017
Seiten: 400

Preis: Klappbroschur 10,00€
Preis: eBook 8,99€

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ISBN: 978-3-328-10098-0
Leseprobe: Randomhouse

Cover ©


Rückseite:

Manchmal ist Liebe das, was trotzdem passiert

Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben …

Klapptext:

Posy sah auf und blickte in Sebastians Gesicht, das man als durchaus attraktiv bezeichnen könnte, würde nicht ständig dieses überhebliche Grinsen um seine Mundwinkel spielen. Sie hatte sich Hals über Kopf in ihn verliebt, als sie mit drei Jahren zum ersten Mal den Laden betreten und den hochmüten Achtjährigen mit dem hinreißenden Lächeln und den Augen in der Farbe von Bitterschokolade gesehen hatte. „Sebastian“, platzte es auch ihr heraus, „bekannt und berüchtigt als unverschämtester Kerl Londons.“


Cover:

Der Hintergrund dieses süßen Covers ist es Blau-Weiß gestreift. Unten ist eine Lichterkette zu sehen. Dann kommt auch schon der hervorstechende Titel, zwei Reihen in Pink, zwei in Lila. Oben ist die Silhouette einer Frau in Kleid und Highheels zu sehen, unten die eines Mannes, der zur Frau hinaufschaut. Es niedliches, passendes Cover.


Meine Zusammenfassung und Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einem Nachruf auf Lavinia Thorndyke, der Buchhändlerin von ‚Bookends‘ in London, bei der die 28-jährige Posy Morland gearbeitet hat. Nun erbt sie den kleinen Buchladen inklusive ihrer Wohnung über dem Laden, was Lavinias Enkel Sebastian nicht sonderlich gefällt. Kein Wunder, denn er und Posy kennen sich schon seit vielen Jahren, so wirklich mögen tun sie sich jedoch nicht. Posy ist jedoch froh, mit ihrem kleinen Bruder Sam nicht auf die Straße gesetzt zu werden, denn ihre Eltern sind vor mehreren Jahren gestorben. Also nimmt sie sich des Buchladens an und plant, in ihm nur romantische Literatur anzubieten. Doch Sebastian, der Enkel von Lavinia, ist von dieser Idee ganz und gar nicht begeistert und versucht alles, um das zu verhindern…

Als ich den Klapptext des Buches las, war ich sehr gespannt auf die kleine Liebesgeschichte mit Witz, Charme und Wortgefechten. Als Hauptfigur lernen wir Posy kennen, eine junge Frau in den späten Zwanzigern mit einem sehr außergewöhnlichen Namen. Vor mehreren Jahren sind ihre Eltern gestorben und nun ist Posy mit ihrem kleinen Bruder Sam auf sich allein gestellt. Sie erbt nach Lavinias Tod, die für sie wie eine Mutter war, ‚Bookends‘ und wird Chefin des Buchladens, was sie schon etwas überfordert, denn nun sind ihre Kollegen ihre Angestellten, und sie hat das Sagen. Alles erinnert sie an ihre Eltern, die auch einmal bei ‚Bookends‘ gearbeitet haben.

Dann taucht Sebastian auf der Bildfläche auf, der ‚bekannt und berüchtigt als unverschämtester Kerl Londons‘ ist. Schnell habe ich gemerkt, dass er ein echter Ekel ist. Beide kabbeln sich häufig, es gibt viele witzige Dialoge zwischen ihnen, doch manchmal geht es bei Sebastian auch unter die Gürtellinie. Er will aus dem Buchladen eine Krimibuchhandlung machen, was Posy wiederum gar nicht gefällt. Aus Frust beginnt sie, eine Geschichte namens ‚Der Wüstling, der mein Herz stahl…‘ über ihn zu schreiben, die jedoch nicht so war, wie ich es erwartet hatte.

Im Allgemeinen finde ich, dass der Klapptext mehr verspricht, als das Buch hält. Ich habe mir eine süße kleine Liebesgeschichte mit viel Wortwitz und Charme vorgestellt, doch meiner Meinung nach etwas anderes bekommen. Es geht in dem Buch nur um die Veränderung von’Bookends‘, die das Lädchen zum ‚kleinen Laden der einsamen Herzen‘ macht. Es geht um die Vorbereitungen mit ihren Kollegen, die Auseinandersetzungen mit Sebastian und die Probleme, die Posy bewältigen muss. Ich habe etwas anderes erwartet, doch das Ende ist wirklich gut geschrieben, klärt vieles auf und hat ein paar Dinge wieder wettgemacht. Der zweite Band heißt im Original ‚True Love at the Lonely Hearts Bookshop‘, also ‚Wahre Liebe in dem Buchladen der einsamen Herzen‘. In ihm soll es diesmal um Verity gehen, eine von Posys Freunden/Angestellten. Wann das Buch bei uns erscheinen wird, ist bisher noch unklar.


Bewertung:

‚Der kleine Laden der einsamen Herzen‘ ist nicht das, was ich von dem Buch erwartet habe. Mit seiner liebevollen Protagonistin Posy und den vielen witzigen Dialogen hat das Buch jedoch etwas, das sich zu lesen lohnt, auch wenn es nachher teilweise ziemlich vorhersehbare Ereignisse gab. Teilweise geht es schleppend voran, doch zum Ende hin kam für mich der große Aha-Moment und erklärt vieles. Ich vergebe drei Sterne für die kleine Geschichte des Buchladens der einsamen Herzen.


Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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