The Loop – Das Ende der Menschlichkeit

Deutscher Titel: The Loop – Das Ende der Menschlichkeit
Originaltitel: The Loop
Autor: Ben Oliver
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendbuch, Thriller
Erschienen am: 01.10.2020
Seiten: 400

Preis: Taschenbuch 15,00€
Preis: eBook 8,99€
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ISBN: 978-3-551-52118-7
Leseprobe: Carlsen

Cover ©

DIE REIHE:
Band 1 – The Loop – Das Ende der Menschlichkeit
Band 2 – The Block


Klappentext:

Jeder Tag im Loop ist die Hölle. Seit zwei Jahren sitzt Luka im Hightech-Jugendgefängnis und wartet auf seine Exekution. Eingesperrt in einer dunklen Zelle, lässt er einmal am Tag die schmerzhafte Energie-Ernte über sich ergehen, die ihm jegliche Kraft raubt. Die immergleiche Routine zerrt an seinen Nerven – bis sich alles ändert. Wachen verschwinden, Insassen nehmen sich das Leben, ein Ausbruch aus dem Loop scheint nun möglich. Doch Gerüchten zufolge kursiert draußen ein Virus, das Menschen in Killermaschinen verwandelt. Und plötzlich ist ungewiss, wo die größere Gefahr lauert …


Cover:

Ich finde das Cover zu ‚The Loop‘ wirklich cool. Es ist vom Original übernommen worden und zeigt den Titel des Buches, der, wenn ihr genau hinseht, aus weißen abgetrennten Zellen besteht, in denen auch Insassen zu sehen sind. Die Hauptfarben sind schwarz, blau und weiß. Auch der deutsche Beititel ‚Das Ende der Menschlichkeit‘ ist krass und macht sehr neugierig auf die Geschichte des Loops. Und dann noch der zum Cover passende blaue Buchschnitt. Herrlich, ich finde es klasse!


Meine Zusammenfassung und Meinung:

In ‚The Loop‘ wird die Welt von nur einer Regierung geleitet und regiert. Diese Regierung hat auch den Loop erschaffen, ein staatliches, hochmodernes Jugendgefängnis. Luka Kane alias Insasse 9-70-981 ist seit 736 Tagen in diesem Loop. Eingesperrt in einer Einzelzelle muss er jeden Tag die Energieernte über sich ergehen lassen, bei der ihm Energie abgezapft wird, mit dem das Gefängnisprogramm ‚Happy‘ betrieben wird. Ein Lichtblick in dieser Zeit ist für Luka die Wärterin Wren, die ihm Lesestoff in den Loop schmuggelt, damit er sich beschäftigen kann. Dann kommt eine neue Insassin in den Loop: Kina, mit der Luka sich anfreundet. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge im Loop, die sonst nie passieren, und Fehler im System zeigen. Nach einer geheimen Warnung versucht Luka zu fliehen. Doch er merkt schnell, dass die Welt da draußen nicht so friedvoll ist wie erwartet. Nein, sie ist viel schlimmer …

Auf ‚The Loop‘ war ich seit der Instagram-Kampagne sehr neugierig. Nicht nur, weil es einen blauen Buchschnitt hat, sondern weil die Story auch sehr interessant klingt. Die Welt, in der Luka lebt, ist wirklich nicht schön. Und der Loop ist noch schlimmer, so grauenvoll und brutal. Luka ist seit über 736 Tagen im Loop – das sind über zwei Jahre! Und ich habe mich gefragt, was er getan hat, um in diesem Hochsicherheitsgefängnis zu landen. Das erfährt man noch, ich verrate es hier aber natürlich nicht. Viele Jugendliche sitzen im Loop, manche sind verrückt, andere brutal und gewalttätig. Durch die hohen Wände sehen sie sich jedoch nie. Wärterin Wren ist da auf jeden Fall ein Lichtblick im Loop. Sie ist freundlich, eine wirklich liebe Person. Und sie versorgt Luka mit Büchern wie ‚Harry Potter‘ und ‚Der Herr der Ringe‘, um aus der schrecklichen Realität zu fliehen, da musste ich sie einfach gernhaben 🙂

Und dann ist ja noch die wöchentliche Analyse- und Diagnoseperiode von ‚Happy‘, die drei Stunden andauert, und in denen der ‚Loop‘ nicht überwacht wird. Die schönsten drei Stunden der Woche, vielleicht könnt ihr euch denken, wieso. Dann kommt Kina in den Loop, und Luka freundet sich mit ihr an, zeigt ihr, wie es im Loop so funktioniert zu überleben. Doch dann ändert sich die wöchentliche Routine, denn ‚Happy‘ verspätet sich. Auch kommt ein neuer Aufschub für die Insassen, was bedeutet, dass sie ihre Exekution aufschieben können. Wer ablehnt, wird exekutiert. Doch der Aufschub ist meistens ein schmerzhafter medizinischer Eingriff. Eine grausame Sache. Die ganze Stimmung in dem Buch ist erdrückend, weil es einfach so eine krasse Story ist.

Nun kommt es zu Technik- und Stromausfällen im Loop, ein Ausbruch scheint so möglich. Und als es dann soweit ist, realisieren sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Menschen drehen durch, beginnen, andere zu töten. Ein Virus scheint die Menschen befallen zu haben. Luka erlebt viel in der Welt außerhalb des Loops, doch er muss auch um sein Leben kämpfen. Es passiert so viel, alles Schlag auf Schlag, es gibt totale Überraschungen, viel Action und krasse Wendungen. Gerade zum Schluss ging mir das Ganze aber leider etwas zu schnell. Irgendwie wird die Geschichte ab dem letzten Drittel sehr … abgedreht und crazy. Vielleicht ging es auch nur mir so, aber mit so einem absolut krasses Verlauf habe ich echt nicht gerechnet. Ich musste das Ende auch eine Weile sacken lassen, weil es so viel Input war, der etwas schwer zu verstehen und zu realisieren war.

Die Geschichte ist übrigens aus Lukas Sicht in der ‚Ich‘-Perspektive erzählt. Luka selbst ist ein mutiger Protagonist, der viel auf sich nimmt und genommen hat, um die, die er liebt, zu schützen. Er ist mir sehr sympathisch, ich konnte mit ihm mitfühlen, habe mit ihm gelitten und war auch mit ihm geschockt über den Verlauf, in der auch eine KI eine wichtige Rolle spielt. Das Ende ist ziemlich krass, und lässt noch viel Potenzial für die Folgebände. Es hat mich sprachlos zurückgelassen, der Untertitel, ‚Das Ende der Menschlichkeit‘, passt auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte, und ich bin mega neugierig, wie es mit Luka weitergeht.


Bewertung:

‚The Loop‘ hat mich mit seiner krassen Geschichte in seinen Bann gezogen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich es durchgesuchtet, denn es ist einfach auf keiner Seite langweilig, sondern immer spannend, auf eine krasse Szene folgt die nächste. Jedoch fand ich es zum Teil sehr viel auf einmal, so viel zu verarbeiten, weil es zum Teil ziemlich abgedreht war, was da so abgeht. Insgesamt gibt es von mir vier Sterne für ‚The Loop‘.


Vielen Dank an den WasLiestDu und den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.

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