Rezension: Aurora erwacht

Deutscher Titel: Aurora erwacht
Originaltitel: Aurora Rising. Aurora Cycle 1
Autor: Amie Kaufman, Jay Kristoff
Übersetzerin: Nadine Püschel
Verlag: Fischer Sauerländer
Genre: Science-Fiction
Erschienen am: 24.02.2021
Seiten: 496

Preis: Taschenbuch 15,00€
Preis: eBook 12,99€
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ISBN: 978-3-7373-5670-1
Leseprobe: Fischer Sauerländer
Cover ©

DIE REIHE:
Band 1 – Aurora erwacht
Band 2 – (Aurora Burning)


Klappentext:

Tyler, frisch ausgebildeter Musterschüler der besten Space Academy der ganzen Galaxie, freut sich auf seinen ersten Auftrag. Als sogenannter „Alpha“ steht es ihm zu, sein Team zusammenzustellen – und er hat vor, sich mit nichts weniger als den Besten zufrieden zu geben. Tja, die Realität sieht anders aus: Er landet in einem Team aus Losern und Außenseitern:

Scarlett, die Diplomatin – Sarkasmus hilft immer (not.)
Zila, die Wissenschaftlerin – dezent soziopathisch veranlagt
Finian, der Techniker – besser: der Klugscheißer
Kaliis, der Kämpfer – es gibt definitiv Menschen, die ihre Aggressionen besser unter Kontrolle haben
Cat, die Pilotin – die sich absolut nicht für Tyler interessiert (behauptet sie zumindest)

Doch dieses Katastrophenteam ist nicht Tylers größtes Problem.

Denn er selbst ist in den verbotenen interdimensionalen Raum vorgedrungen und hat ein seit 200 Jahren verschollenes Siedlerschiff gefunden. An Bord 1.000 Tote und ein schlafendes Mädchen: Aurora. Vielleicht hätte er sie besser nicht geweckt. Ein Krieg droht auszubrechen – und ausgerechnet sein Team soll das verhindern. Ouuups. Don’t panic!


Cover:

Das Cover ist aus dem Amerikanischen übernommen. Es ist eine Zeichnung von Charlie Bowater, die Aurora mit ihrem schwarzen Haar, der weißen Haarsträhne und dem leuchtenden Auge zeigt. Im Hintergrund ist in leichtem Lila die Galaxie zu sehen. Außerdem sind noch Sternbilder auf und um Aurora zu sehen. Der Titel auf dem Cover und Buchrücken ist in silber hervorgehoben und sehr schön. Ich liebe das Cover, finde es richtig schön und super passend. Toll, dass es vom Original übernommen wurde!


Meine Zusammenfassung und Meinung:

Der 18-jährige Tyler Jones geht auf die Aurora-Space-Academy und hat als Klassenbester die besten Chancen, Squad Leader eines Squads zu werden. In der Nacht vor der zukunftsentscheidenden Auslese kann Tyler nicht schlafen und möchte mit einem Flug in die Raumfalte etwas entspannen. Dort nimmt sein Raumschiff den Notruf des Hadfield auf, die seit mehr als 200 Jahren verschollen ist. Über 1.000 Menschen wurden damals in Kyrokapseln eingefroren und sind nun tot, doch Tyler entdeckt, dass ein Überlebender an Bord ist. Er rettet das mysteriöse Mädchen mit der weißen Haarsträhne, kurz bevor die Hadfield komplett auseinanderfällt. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen Aurora ‚Aurie‘ O’Malley heißt und über 230 Jahre alt ist. Aurora soll nun wieder zurück auf die Erde gebracht werden, und Tyler, der durch Auroras Rettung die Auslese verpasst hat, erfährt nun, wer nun in seinem Squad-Team ist: seine Schwester Scarlett, ihre und Tys beste Freundin Catherine, die Terranerin Zila Madran, der Betrasker Finian und der Syldrathi Kal. Sie alle ahnen nicht, dass sie bald ein riesiges Geheimnis aufdecken und einen drohenden Krieg verhindern müssen …

Ich habe so viel Gutes von ‚Aurora Rising‘ gehört und darüber gelesen, dass ich unbedingt die deutsche Übersetzung ‚Aurora erwacht‘ lesen musste. Ich kenne ja die ‚Nevernight‘-Trilogie von Jay Kristoff und weiß, wie er schreibt: mit sehr viel Ironie und Sarkasmus. Und so beginnt auch die Geschichte von ‚Aurora erwacht‘. Schon alleine der Klappentext ist absolut genial und hat mich neugierig gemacht. Ich wurde gleich in die Geschichte hineingeworfen, in der Tylers erste Gedanken sind, dass er die Auslese verpasst. Er befindet sich auf dem Raumschiff Hadfield, um dort ein Mädchen, Aurora, zu retten. Dann erklärt er in kursiven Rückblicken, wie er in diese Lage gekommen ist. Schon da ist der Sarkasmus deutlich spürbar, und ich liebe es.

Tyler rettet also Auri, erklärt der lesenden Person, wie es dazu gekommen ist und erklärt auch ein wenig die Welt mit der Technik, in der er lebt. Viel wird auch in den Berichten von Magellan, Auris Uniglass erklärt. So geht es z. B. um die Squadmitglieder, Dinge zum Davonlaufen, Wie man sich amüsiert, Dinge zum Rotwerden und weiteres. Ihr merkt schon, es ist absolut herrlich und amüsant geschrieben. Und es hilft auch, um zu verstehen, wovon die Hauptfiguren da überhaupt reden, in was für einer Welt sie leben. Ein super eingebauter Guide. Wir lernen also Tyler kennen, und wir erfahren auch, wer Auri ist, warum sie auf dem Schiff war und wer ihre Familie war. Ich möchte nur so viel sagen, dass Auris Eltern auf dem Planeten Octavia III eine Kolonie bilden wollten. Sie erinnert sich mehr und mehr an das, was passiert ist, bevor sie auf der Hadfield in einer Kyrokapsel eingefroren wurde.

Da Tyler durch die Rettung von Auri die Auslese verpasst hat, besteht sein Squad 312 aus sechs Personen, die sich Tyler so nicht ausgesucht hätte, ihn selbst als Alpha, seine Schwester Scarlett als Face und Cat als Ace mal ausgenommen: Zila, eine Soziopathin, die aber eine unglaublich begabter Brain ist, Finian, der ein außerordentlicher Klugscheißer, aber ein sehr guter Gearhead ist und Kal, ein Syldrathi, der sich wirklich gut mit Kämpfen auskennt. Doch dieses Team muss zusammenarbeiten, um die Aufgaben, die ihnen gestellt werden, zu meistern. Ich liebe alle Charaktere, ihren Wortwitz und ihre humorvollen, sarkastischen und ironischen Gespräche. Ich habe während des Lesens viel geschmunzelt und gelacht.

Nachdem Squad 312 zu seinem ersten Auftrag aufgebrochen ist, stellt sich heraus, dass dieser nicht so leicht wird wie gedacht. Nicht jeder ist auf dem Planeten erwünscht, und es stellt sich heraus, dass ein blinder Passagier mit ihnen gereist ist. Schon bald merken Tyler und sein Team, dass sie niemandem trauen können. Und Und dann geschieht, was im Klappentext angesprochen wird: ein Krieg droht auszubrechen. Und daran ist Aurora Schuld, die sich merkwürdig verhält. Ich war beim Lesen sehr überrascht, was es mit Aurora auf sich hat, was sie kann warum sie sich manchmal so merkwürdig benimmt.

Mich hat der Verlauf der Geschichte sehr überrascht. Was passiert, als sie auf einem Planeten landen, ist schon etwas abgespaced, fantasyreich und dramatisch. Geschrieben ist das Buch aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten Tyler, Auri, Scarlett, Zila, Cat, Kal und Finian. Das Ende macht mich auf jeden Fall neugierig auf die Folgebände (und nein, es ist kein fieser Cliffhanger). Wann der zweite Band, der im Original ‚Aurora Burning‘ heißt, auf Deutsch erscheint, ist noch unklar.


Bewertung:

Ich kann die sehr guten und guten Meinungen über ‚Aurora erwacht‘ verstehen. Auch wenn die Geschichte ganz anders war und verlief als erwartet, war sie sehr spannend, humorvoll und überraschend. Ich habe viel gelacht, war aber auch schockiert über manche Dinge, die herausgekommen sind. Mir hat ‚Aurora erwacht‘ sehr gut gefallen, ich bin vollauf begeistert und gebe absolut verdiente fünf Sterne.


Vielen Dank an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag für das eBook-Rezensionsexemplar.

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